Geschlossene Fonds können eine wichtige Rolle im Anlageportfolio spielen. Sie können Schutz vor Inflation bieten und entwickeln sich oft unabhängig vom Auf und Ab der Börsen.
1. Unabhängigkeit von Aktienmärkten
Geschlossene Fonds werden nicht an der Börse gehandelt und sind grundsätzlich auf mehrere Jahre angelegte Investitionen. Daher sind sie unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen. Entscheidend für den Erfolg eines geschlossenen Fonds ist nicht der tagesaktuelle Stand, sondern die Gesamterträge am Ende der Laufzeit.
2. Transparenz
Interessierte Anleger können dem Fondsprospekt alle Angaben zum Investitionsprojekt und zur Kalkulation entnehmen. Während der Laufzeit erhalten sie Gesellschafterrundschreiben und -informationen sowie Leistungsbilanzen. Jeder Fondsprospekt wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) formell geprüft und gestattet, viele Emissionshäuser lassen zudem ein Wirtschaftsprüfergutachten anfertigen und beauftragen zusätzlich ein Fondsrating bei einer externen Agentur.
3. Volkswirtschaftliche Bedeutung
Geschlossene Fonds haben eine große Bedeutung für die deutsche Volkswirtschaft. Da geschlossene Fonds in Wirtschaftsgüter wie Immobilien, Schiffe, Flugzeuge und Infrastruktur investieren, schaffen sie mittelbar Arbeitsplätze und schöpfen reale Werte. Sie spielen zudem eine große Rolle überall dort, wo in neue Technologien investiert wird – beispielsweise im Bereich der erneuerbaren Energien oder der Biotechnologie.
4. Erträge
Geschlossene Fonds sind ertragsorientierte Anlageprodukte. Die Kapitalanleger erhalten jährlich Auszahlungen aus ihrer Investition, am Ende der Laufzeit eines geschlossenen Fonds wird in der Regel auch das Investitionsgut veräußert. Viele geschlossene Fonds können so die Erträge anderer Investitionsformen übertreffen. Wobei aber auch hier gilt: Hohe Ertragschancen sind stets mit einem höheren Risiko behaftet. Denn hohe Erträge ohne entsprechende Risiken gibt es nicht.
5. Geringer Arbeitsaufwand für den Anleger
Das Management von Sachwertinvestitionen obliegt den Emissionshäusern. Was das für Kapitalanleger bedeutet, lässt sich am besten am Beispiel von Wohnimmobilien erklären: Kauft ein Anleger eine einzelne Eigentumswohnung, ist er für die Vermietung, die Kommunikation mit den Mietern, eventuelle Reparaturen oder die Nebenkostenabrechnung allein verantwortlich. In großen Investitionsobjekten, die etliche Eigentumswohnungen umfassen können, werden all diese Aufgaben von der Verwaltungsgesellschaft des Fonds übernommen.
6. Inflationsschutz
Geschlossene Fonds investieren in Sachwerte. Diese erfahren mit der Zeit häufig Wertsteigerungen oder passen ihre Erträge an eine mögliche Inflation an. Beispielsweise sind geschlossene Immobilienfonds weitgehend wertstabil durch schützende Inflationsklauseln in Mietverträgen.
7. Kapitalbündelung und Individualität
In geschlossenen Fonds können Anleger nicht nur ihr Kapital bündeln, um größere Sachwertinvestitionen gemeinschaftlich zu tätigen. Weil jeder genau bestimmen kann, in welches Gut er investieren möchte, ist die Anlage auch individueller als zum Beispiel bei offenen Fonds.